Allgemeine Geschäftsbedingungen von Stallgespräche – Psychologische Beratung und tiergestützte Interventionen
§ 1 Allgemeine Bestimmungen
Folgende AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) sind Bestandteil aller schriftlich beziehungsweise elektronisch niedergeschriebenen Verträge mit Stallgespräche.
Nebenabreden gelten nur mit schriftlicher Bestätigung per Briefpost (nicht E-Mail) als anerkannt. Mündliche Aussagen sind grundsätzlich unverbindlich.
§ 2 Beratungsgegenstand
Die Klientin/der Klient nimmt bei der Beraterin eine (tiergestützte) psychologische Beratung in Anspruch. Gegenstand der Beratung ist ein von der Klientin/dem Klienten (oder den Sorgeberechtigten) geäußertes Anliegen oder Klientin/Klient und Beraterin definieren gemeinsam das Beratungsanliegen. Die gemeinsame Arbeit umfasst Gespräche und darüberhinausgehende Methoden, welche von der Beraterin themenspezifisch und individuell angewendet werden.
Während der tiergestützten Intervention obliegt es der Beraterin, inwieweit der Kontakt zum Tier gestattet wird. Der Klient/die Klientin hat keinen Anspruch auf einen direkten Kontakt.
Die Beraterin wird im individuellen Fall entscheiden, welche Art Einsatz sie für den Klienten/die Klientin als passend bewertet und wird dabei stets das Tierwohl im Blick behalten.
Im Zweifel behält die Beraterin sich vor, das Tier aus dem Geschehen herauszunehmen und die Einheit um das Tier herum, jedoch nicht am Tier oder mit dem Tier selbst zu gestalten. Das vereinbarte Honorar bleibt hiervon unberührt.
Die Beratung dient der Überwindung psychosozialer Probleme, der Persönlichkeitsentwicklung, der Zielbildung und Ressourcenaktivierung oder der Begleitung privater, schulischer, beruflicher Konflikte, Probleme und Umstellungen sowie Veränderungsprozessen.
Es wird bei der Beratung keine Psychologische Psychotherapie, sondern ausschließlich eine Leistung außerhalb der Heilkunde erbracht (vgl. Psych. Th. G. §1 Abs.3 Satz 3).
Die Beraterin darf keine Krankschreibungen vornehmen und keine Medikamente verordnen.
§ 2 Beratungserfolg
Es wird ein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen, ein subjektiv erwarteter Erfolg des Klienten kann nicht in Aussicht gestellt oder garantiert werden und wird demnach nicht geschuldet. Die Beratung ist ein freier, aktiver und selbstverantwortlicher Prozess, bei dem die Beraterin der Klientin/dem Klienten als Prozessbegleiterin zur Verfügung steht.
Die psychologische Beraterin erbringt ihre Dienste gegenüber dem Klienten/der Klientin in der Form, dass sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zwecks Beratung, Kommunikation und tiergestützter Intervention anwendet. Dabei ist die Beraterin berechtigt, die Methoden anzuwenden, die sie aufgrund ihrer Ausbildung für geeignet erachtet.
Beide Parteien arbeiten nach bestem Wissen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten daran, einen Beratungserfolg zu erzielen. Die Beraterin setzt hierfür alle ihr zur Verfügung stehenden Beratungsverfahren und Kommunikationsmethoden zum Nutzen der Klientin/des Klienten ein. Die Wahl der Gesprächsthemen und die Umsetzung der erarbeiteten Lösungsschritte bleiben in der Verantwortung der Klientin/des Klienten.
§ 3 Beratungsdauer und Kündigung
Die Beratungsdauer richtet sich nach den Bedürfnissen der Klientin/des Klienten. Es erfolgt keine Festlegung eines bestimmten Stundenkontingentes, das in Anspruch genommen werden muss. Um bestimmte Ziele anzustreben, sollten aber Beratungen in einem Umfang von mehreren Sitzungen stattfinden. Die Buchung der Online – Einzelberatung erfolgt terminweise, eine separate Kündigung der Online-Einzelberatung ist nicht daher nicht notwendig.
Ausgenommen von § 3 Absatz 1 sind die Gruppenangebote (siehe hierzu §8).
Die psychologische Beraterin ist berechtigt die Beratung zu beenden, wenn das Vertrauen nicht mehr gegeben ist, insbesondere wenn das Verhalten des Klienten/der Klientin das Fortführen einer Beratung unmöglich macht oder andere Gründe gegen das Fortführen einer Beratung sprechen. Die Beratung kann nur in einer von Vertrauen geprägten Atmosphäre geschehen.
§ 4 Honorar
Die Beraterin hat für ihre Dienste einen Honoraranspruch, der sich aus der Preisliste der Website entnehmen lässt.
Alle Online-Angebote werden durch Vorauszahlungen beglichen. Die Rechnungsstellung erfolgt in der Regel mit Vereinbarung des Beratungstermins und muss mindestens 48 Stunden vor dem Beratungstermin auf das in der Rechnung angegebene Konto eingegangen sein. Andernfalls gilt der Termin als nicht gebucht.
Für die tiergestützte Beratung erfolgt am Ende des jeweiligen Monats eine Rechnungsstellung über alle wahrgenommen Einheiten per E-Mail. Eine Barzahlung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Die Rechnung enthält den Namen und die Anschrift des Klienten sowie den Beratungszeitraum. Wünscht der Klient/die Klientin die Rechnung auf dem Postweg, ist dies der Beraterin entsprechend mitzuteilen. Die Zahlungsfrist beträgt zwei Wochen. Maßgebend sind hierbei die Zahlungseingangstage. Zahlungszielüberschreitungen berechtigen die Beraterin zur Berechnung von Verzugszinsen in banküblicher Höhe.
Der Klient/die Klientin ist darüber informiert, dass die Beraterin keine Zulassung zu Krankenkassen, Beihilfestellen oder sonstigen Kostenträgern hat. Die Honorare sind von den Klienten selbst zu bezahlen.
§ 5 Terminvereinbarungen und Ausfallhonorar
Die einzelnen Termine für Beratungsgespräche werden individuell im Voraus zwischen der Beraterin und der Klientin/dem Klienten vereinbart. Wird ein vereinbarter Termin durch die Klientin/den Klienten nicht wahrgenommen, schuldet sie/er der Beraterin ein Ausfallhonorar in Höhe von 100%.
Die Zahlungsverpflichtung entfällt, wenn spätestens 48 Stunden vorher eine Absage seitens der Klientin/dem Klienten erfolgte oder der Termin aufgrund eines schwerwiegenden Hinderungsgrundes (Krankheit, Unfall) kurzfristig ausfallen muss. In einem derartigen Fall besteht die Verpflichtung, die Beraterin schnellstmöglich zu informieren und gegebenenfalls einen Nachweis über den Hinderungsgrund vorzulegen.
Termine, die von Seiten der Beraterin abgesagt werden müssen, werden dem Klienten/der Klientin nicht in Rechnung gestellt. Der Klient/die Klientin hat in einem solchen Fall keinerlei Ansprüche gegen die Beraterin. Diese schuldet auch keine Angabe von Gründen.
Tiergestützte Interventionen finden bei jeder Wetterlage statt. Ausnahmen bilden Wetterlagen, die eine Gefahr für Mensch oder Tier darstellen (beispielsweise starke Hitze, starker Schneefall oder Gewitter). Im Zweifel ist eine kurzfristige Absprache mit der Beraterin sinnvoll.
§ 6 Schweigepflicht
Die psychologische Beraterin steht gemäß § 203 StGB unter Schweigepflicht. Die Schweigepflicht beginnt bereits mit dem Erstkontakt. Auskunftserteilung gegenüber Dritten darf nur erfolgen, wenn die Klientin/der Klient hierzu vorab schriftlich das Einverständnis erklärt hat, ausgenommen sind sorgeberechtigte Personen des Klienten/der Klientin, wobei eine Verschwiegenheit unter Umständen für eine vertrauensvolle Beziehung zum Klienten/zur Klientin hilfreich sein kann und seitens der Beraterin daher weitestgehend gewahrt werden wird.
Die Schweigepflicht betrifft jedoch nicht die Vereitelung oder Verfolgung von mutmaßlichen Straftaten oder den Schutz höherer Rechtsgüter.
Im Falle der Ankündigung suizidaler Handlungen und fehlender Fähigkeit/Bereitschaft zur Aufnahme des Kontaktes mit einem Facharzt, Therapeuten oder einer Klinik wird die Beraterin unverzüglich die zuständigen Behörden einschalten, um eine Gefährdung der Klientin/des Klienten möglichst abzuwenden.
§ 7 Gesundheitszustand und Verantwortung der Klientin/des Klienten
Die Klientin/der Klient versichert, dass sie/er an keiner Erkrankung oder Störung leidet, die ihre/seine Geschäftsfähigkeit beeinträchtigen oder einer psychologischen Beratung aus medizinisch-psychologischen Gründen zurzeit entgegenstehen.
§ 8 Teilnahme an Gruppenangeboten
Die Gruppenangebote von Stallgespräche umfassen ein bestimmtes Stundenkontingent, welches sich aus der Preisliste entnehmen lässt. Das Honorar wird als ganzer Betrag im Voraus fällig. Mit Eingang der Kursgebühr auf dem in der Rechnung angegeben Konto wird der Platz verbindlich reserviert und die Zugangsdaten per E-Mail versendet.
Bei Stornierung des Platzes bis drei Wochen vor Beginn der ersten Einheit wird das Honorar zu 100% erstattet. Bei Stornierung des Platzes bis zum Tag vor Beginn der ersten Einheit erfolgt eine Erstattung des Honorars zu 50%. Nach der ersten Einheit des Kurses ist keine Kostenerstattung mehr möglich. Die Stornierung hat per E-Mail zu erfolgen.
Sollte der Klient/die Klientin an einem Termin verhindert sein, so hat er/sie keinen Anspruch auf Verlegen oder Wiederholung des Termins.
Termine, die seitens der Beraterin abgesagt werden, werden nachgeholt. Entfallene Termine werden an die letzte Einheit angehängt, bis das vereinbarte Stundenkontingent erfüllt ist.
Kann sich die Gruppe mit der Beraterin auf einen davon abweichenden, früheren Nachholtermin geeinigt werden, ist diese Möglichkeit vorzuziehen.
§ 9 Dokumentation und Datenschutz
Die Beraterin dokumentiert und archiviert den Verlauf und relevante Erkenntnisse der Beratungsgespräche für zehn Jahre. Hierzu gehören Anamnesebögen, Zielsetzungen und Notizen zu Inhalten, Ergebnissen und Vereinbarungen aller Beratungsgespräche.
Ebenso speichert die Beraterin die personenbezogenen Daten der Klientin/des Klienten, soweit es zur Rechnungsstellung und Buchführung erforderlich ist.
Die Klientin/der Klient erklärt sich mit der Erhebung und Archivierung der entsprechenden Daten einverstanden.
Die Online-Angebote erfolgen mittels einer speziellen, DSGVO-konformen Software um den maximalen Datenschutz zu gewährleisten.
§ 10 Gerichtsstand, Haftung, Selbstverantwortlichkeit
Die tiergestützte Beratung sowie alle sonstigen Leistungen finden unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung und Haftung statt. Auch die Haftung für Schäden am Klienten, die wegen Nichtbeachtung der AGB oder durch Fehlverhalten/Fahrlässigkeit des Klienten entstehen, wird ausgeschlossen.
Die Klientin/der Klient erkennt an, dass sie/er während des gesamten Beratungsverlaufs, sowohl während des einzelnen Beratungsgespräches als auch während der Zeit zwischen den einzelnen Beratungsgesprächen in vollem Umfang selbst verantwortlich für ihre/seine körperliche und geistige Gesundheit ist. Sie/er erkennt an, dass alle Schritte und Maßnahmen, die im Rahmen der Beratungsgespräche von ihr/ihm unternommen werden, nur in ihrem/seinem eigenen Verantwortungsbereich liegen.
§ 11 Änderung der AGB, Leistungsbeschreibung, Preise
Änderungen der AGB, der Leistungsbeschreibungen oder der Preise werden dem Klienten schriftlich per E-Mail und auf der Homepage mitgeteilt. Die Änderungen gelten als anerkannt, wenn der Klient ihnen nicht binnen 14 Tagen nach Zugang der Mitteilungen schriftlich (nicht per E-Mail) widerspricht.
§ 12 Sonstige Bedingungen
Der Klient/die Klientin bestätigt, dass er/sie mindestens das 18. Lebensjahr vollendet hat und voll geschäftsfähig ist. Trifft dies nicht zu, so muss der entsprechende Vormund des Klienten/der Klientin für ihn/sie einwilligen.
Die Aufsichtspflicht der Beraterin über den/die minderjährige/n Klienten/Klientin, beginnt mit Abwesenheit der Sorgeberechtigten und endet, sobald diese wieder anwesend sind. Unabhängig davon, ob die Einheit zu diesem Zeitpunkt beendet wurde oder nicht.
Für diesen Vertrag gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
§ 13 Haftung für querverweisende Angebote Dritter (Links) im Internet
Die Beraterin übernimmt keinerlei Verantwortung für die Inhalte der Internetseiten, welche via Querverweis von der Internetseite von Stallgespräche aus erreicht werden können. Die Querverweise werden zwar in regelmäßigen Intervallen geprüft, aktualisiert und nach bestem Wissen und Gewissen ausgewählt, dennoch übernimmt die Beraterin keine Haftung, falls der jeweilige Betreiber der verlinkten Seite seine Inhalte unangekündigt ändert, seine Dienste einstellt oder gar Seiten mit verfassungswidrigen oder anderweitig illegalen Inhalten anbietet.
§ 14 Salvatorische Klausel
Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, so bleiben die Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Übrigen davon unberührt.